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( 15 ) Tonwertkorrektur + Tiefen & Lichter

( 15 ) Tonwertkorrektur + Tiefen & Lichter

Die Tonwertkorrektur

Adobe · Tonwerkorrektur

ist das unbestechlichste Einstellungsinstrument zur Farbabstimmung. Der vermeintliche Landschaftsquerschnitt zeigt die Tonwertverteilung im Bild. Grundsätzlich sind hier 255 Tonwerte repräsentiert. Die Länge eines Striches in diesem Diagramm spiegelt die Häufigkeit wieder, in der ein Tonwert innerhalb des ganzen Bildes oder einer zuvor getroffenen Auswahl auftritt. Die Tonwertkorrektur zeigt standardmäßig – je nach Bildmodus – als Kanal „RGB“ beziehungsweise „CMYK“ an. Beispiel RGB: Dabei handelt es sich technisch gesehen um die Kompositdarstellung aller drei Kanäle. Faktisch regelt man in diesem „Kanal“ jedoch die Helligkeitseinstellung. Der Bereich (5) „Tonwertumfang“ – symbolisiert durch einen Graukeil – markiert mithilfe der beiden Einstelldreiecke die Begrenzung des Helligkeitsumfangs. Dadurch lassen sich Schwärzen in flachere Grautöne verwandeln oder ausgerissene Lichter mit einem leichten Grauwert versehen.

(6) Papierkorb | (7) Änderungen ein- und ausblenden | (8) Auf Standardwerte zurücksetzen | (9) vorheriger Status | (10) Bei Klick sind die Änderungen nur auf dieser Ebene

Die Automatik  (1)

Um den technischen Ansatz der Tonwertkorrektur richtig zu verstehen, hilft ein Klick auf die Schaltfläche „Auto“ (1).

Photoshop setzt dann gleichzeitig den Schwarz– und den Weißpunkt für das Bild neu. Das Automatikverfahren verschiebt dazu den Regler für die Tiefen so lange nach rechts, bis es auf die erste Farbinformation trifft. Das Gleiche geschieht auf der anderen Seite mit dem Weißregler. Der mittlere Regler ist für die Einstellung des neutralen, 50-prozentigen Grautons zuständig und landet bei der Automatikeinstellung genau in der Mitte. Die zuvor lediglich einen Teil des 256 Stufen breiten Spektrums abdeckende Tonwertansammlung wird anschließend auf die komplette zur Verfügung stehende Breite verteilt. Man nennt diese Umverteilung im Fachjargon „die Tonwerte spreizen“. Genau das Gleiche geschieht übrigens, wenn Sie den Befehl „AutoTonwertkorrektur“ anwenden.

Festlegung per Pipette (2)

Ein manuelles Verfahren, die HeIligkeits-einstellungen festzulegen, besteht darin, mit den Pipettenwerkzeugen des Dialogs die entsprechenden Bereiche im Bild anzuklicken. Den hellsten Punkt markiert man mit der weißen Pipette, den dunkelsten mit der schwarzen. Wenn sich in dem Bild ein neutrales Grau ausmachen lässt, klickt man dies mit der grauen Pipette an. Anschließend sollte das Bild farbneutral eingestellt sein. Gezielte Klicks mit der grauen Pipette auf farbige Bereiche bieten eine Möglichkeit, künstliche Farbstiche zu generieren.

Das ist sicherlich ein wenig unorthodox, jedoch im Ergebnis oftmals nahe an dem, was uns die Medien schon seit Jahren an lifestyligen Farbsujets bieten.

Numerische Festlegung (3) 

Freunde der Zahlenkontrolle finden oberhalb der Histogrammdarstellung drei Felder, in denen sie die drei Einstellungsparameter in Zahlenform ablesen und natürlich auch verändern können. Besonderes Interesse verdient an dieser Stelle der mittlere Wert. Während sich der Schwarz- und der Weißwert an den verfügbaren Tonwertschattierungen orientieren, bewegt sich der Wert für die Mitten, der so genannte GammaWert, auf einer Skala von 0,1 bis 9,9. Dabei beschreibt der Wert 1,0 die Mitte – das heißt ein Mittelgrau. Ein veränderter Gamma-Wert senkt den Kontrastumfang: Ein hoher Gamma-Wert hellt die mittleren Grautöne des Bildes auf und verschenkt – absolut gesehen – dafür ebenso Tonwertdifferenzierungen wie ein niedriger Wert, der die Mitten abdunkelt. Die Veränderung der Zahlen erfolgt im Übrigen nicht nur in absoluter Form über die Zifferntasten, sondern auch sukzessive in O,O1er-Schritten mit den Pfeiltasten. Bei zusätzlich gehaltener Shift-Taste erhöht sich die Sprunggröße auf O,1er-Schritte.

Einzelkanalkorrekturen (4)

Ein weiteres manuelles Verfahren zur genauen Justierung der einzelnen Farbkanäle besteht darin, jeden einzelnen Farbkanal separat zu spreizen. Diese Technik wird maßgeblich zur Entfernung von Farbstichen eingesetzt und ist, wie weiter oben bereits angedeutet, bildschirmfarbneutral.

Dazu eine Übung · Farbstich entfernen:

Wählen Sie im ersten Schritt ein Bild mit einem deutlichen Farbstich aus. Rufen Sie die Tonwertkorrektur auf, und begeben Sie sich im Bereich „Kanal“ in die einzelnen Farbkanäle. Spreizen Sie jeden einzelnen Kanal so, dass die Lichter- und die Tiefeneinstellungen jeweils am Fuß des Berges beginnen. Sobald Sie die Änderungen in sämtlichen Kanälen vorgenommen haben, kehren Sie zur Farbdarstellung zurück. Der Farbstich sollte jetzt weitestgehend entfernt sein.